"Der hat dich aber angeguckt.", grinst meine Mama zu mir rüber. "Martin guckt mich nicht mehr so an!", lache ich etwas verlegen, doch verdränge ganz schnell diesen Gedanken, weil ich sonst darin versinke und traurig werde. Es war schön mal wieder ein paar Blicke zugeworfen zu bekommen. Vor allem von diesem jungen Mann an der Kasse. Er sah wirklich süß aus, lächelte und sah mich oft an. Er war wirklich schön. Auch diese leichte Röte im Gesicht habe ich nicht übersehen. Dieses Gefühl kenne ich kaum noch und es fehlt mir, denn du siehst mich so selten so fasziniert und heimlich an. Das hast du früher schon kaum gemacht, ganz am Anfang unserer Beziehung. Ich will mich nicht beschweren! Doch manchmal denke ich, dir fehlt etwas zu mir. Irgendwas, was dich hindert, mich so anzusehen.
Ich kenne das zu gut, die kleinen Details an dir zu beobachten. Wenn du fern siehst, ganz gedankenversunken, sehe ich dich an, und lächle, wenn du lächelst und warte, bis du meine Blicke spürst. Wenn du aus dem Raum gehst, vergöttere ich dich und kann kaum von dir ablassen, deinen schönen Po davonwackeln und dann dein schönes Gesicht als erstes in das Zimmer kommen zu sehen. Ich weiß nicht, was es ist, ob die einfach die Liebe zu Details fehlt oder ich einfach zu unperfekt bin um genug schöne Details zu haben.
Diese junge Mann an der Kasse hat mir ein Lächeln gezaubert. Gestern noch schaffte es ein Fremder in mir 1000 Gedanken zum Aufwirbeln zu bringen, wie man so unfair zu unbekannten Leuten sein kann und nun schafft es der nächste Fremde 1000 neue Gedanken zu entfachen, wie schön es sein kann bemerkt zu werden. Danke, Fremder ...
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