Da bist du. Nach zwei Stunden in denen du einfach mit der Tussi verschwunden bist, lässt du dich endlich wieder blicken. Meine Eifersucht rast. Ich weiß ihr kennt euch seit Kindertagen und seid nur gute Freunde, aber wenn man sich sie ansieht: rot-orangenes Haar, welches immer perfekt sitzt, ein wunderschönes Lächeln, süße Sommersprossen, einen individuellen unübetrefflich guten Klamottenstil, in der Sache sie wirklich nichts falsch macht. Sie kann mit dir reden, über einfach alles. Sie hat dir über ihren neuen alten Freund erzählt. Sie ist wahnsinnig klug, die Schönheit hab ich schon erwähnt. Sie besitzt in ihrem jungen Alter schon so viel Erfahrung und sie weiß einfach wovon sie redet.
Oh fuck, jetzt, wo ich das so schreibe, muss ich anfangen zu fllennen. Aber schrecklich. Mir fließen gerade fürchterlich traurige Tränen über mein ganzes Gesicht.
Sie wäre einfach die perfekte Freundin für dich, vor allem, weil ihr euch schon so lange kennt. Ich hasse sie! Ich hasse sie dafür, obwohl ich sie so mag und einfach nichts gegen sie sagen kann, denn sie würde dich mir nie wegnehmen und dir auch nie zu nahe kommen. Auch dafür hasse ich sie so! Weil sie wahnsinnig perfekt ist. Mit ihr kannst du alles machen, du hast schon sooft erzählt, was ihr früher alles für Scheiße gemacht habt.
Sie wollte eine Runde auf dem Fest gehen und sich mal umschauen. Du bist mitgegangen. Irgendwann hast du mich gefragt, wo ich bin. Auf der Tanzfläche, weil ich dich in dem Moment vergessen wollte. Dich und meine Eifersucht und dann willst du natürlich wissen, wo ich bin. Du meintest, sie hätte ihr Portmonnai verloren und ihr musstet es suchen. So sind zwei Stunden vergangen in denen ich hätte nur heulen können. Nun steht sie vor mir und du daneben. Ich will dich nicht ansehen und sehe deshalb zu ihr hoch. Doch du nimmst plötzlich meine Hand und ziehst mich nach oben. Du lächelst leicht, ich versuche es zu erwidern, aber so richtig gelingt es mir nicht. Du versuchst noch einmal alles zu erklären. Ich tu so, als hätte ich ohne dich viel Spaß gehabt, was natürlich gelogen ist. Dann küsst du mich. Sehr zärtlich und liebevoll. Schließlich nimmst du mich in den Arm. Ich weiß du hast ein-zwei Bier und ein paar Schluckis intus, denn ohne würdest du dich mir gegenüber nicht so selbstsicher verhalten. Aber du bist nicht betrunken, riechst auch nicht nach Alkohol, lallst nicht, redest normal und kannst noch gerade stehen. Wieder küssen wir uns und du nimmst mich abermals in den Arm.
"Das tut gut.", sagst du leise. "Was?", frage ich. "Na das. Gerade eben." Ich lege meinen Kopf auf deine Schulter, würde gern zustimmend etwas erwidern, aber möchte diesen Augenblick nicht zerstören. Plötzlich ist alles vergessen, denn nun bist du bei mir. Nun bin nur ich für dich wichtig.
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