Wasser für die Elefanten. Seit ich das Buch gestern gekauft habe, kann ich es nicht mehr weglegen. Ich wundere mich, dass ich seit einigen Stunden während der Autofahrt lesen kann - sonst wird mir schlecht. Meine Musik läuft durch die Kopfhörer in meine Ohren, ich blättere die nächste Seite um, breche ein Stück von der auf meiner Tasche liegenden Schokolade ab und schiebe sie mir genießerisch in den Mund. In dem Moment sehe ich nach vorn in den Seitenspiegel und bemerke, dass du mich durch ihn hindurch beobachtest. Als du meinen Blick bemerkst, siehst du sofort weg. Deine Augen haben etwas komisches in mir ausgelöst. Mein Bauch hat sich verknotet. Als wärst du ein Fremder. Ich fühle mich in dem Auto zu dir auch sehr fremd, sehr ungewohnt fremd.
Ich beobachte dich weiterhin und nach wenigen Sekunden siehst du mich noch einmal an. Diesmal hälst du meinem Blick stand. Dann drehe ich meinen Kopf nach links von dir weg und sehe aus dem mir entferntem Fenster. Meine Augen gleiten auf mein Buch. Ich drehe das Cover, begutachte es. Sehe nach rechts, die Landschaft vorbeiziehen. Wage erneut einen Blick in den Seitenspiegel, doch du siehst nach vorn.
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